FAQ

Im Zusammenhang mit der Corona-Krise stellen sich viele Fragen zur Organisation der Lehre im nächsten Semester. Wir möchten zunächst darauf verweisen, dass die offiziellen Informationen des Rektorats der Ruhr-Universität über die aktuelle Lage einschließlich einer eigenen FAQ-Liste der RUB hier zu finden sind .

Die folgenden FAQ zur Lehre sind vom Zentrum für Wissenschaftsdidaktik zusammengestellt und werden von uns fortlaufend ergänzt und aktualisiert.

Organisatorische Fragen und Unterstützungsangebote

Finden aktuell Präsenzprüfungen statt?

Nein. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW hat mit einem Schreiben vom 16. März 2020 die Durchführung von Präsenzprüfungen grundsätzlich untersagt. Prüfungen sind zu verschieben. In besonderen Ausnahmefällen und abhängig vom jeweiligen Einzelfall können in Absprache mit dem Prüfungsamt Online-Videoprüfungen als Ersatz für eine Klausur oder eine mündliche Prüfung abgenommen werden. Weitere aktuelle Informationen zum Thema Prüfung entnehmen Sie bitte der RUB-Seite Fragen und Antworten für Lehrende.

Welche Alternativen gibt es, solange die Bibliotheken nicht oder nur begrenzt betreten werden dürfen?

Neben dem regulären Online-Angebot der Bibliotheken bieten viele Verlage momentan online Kulanzangebote an. Die Universitätsbibliothek sammelt diese Angebote auf dieser Seite.

Gibt es Qualifizierungs- und Beratungsangebote zur Online-Lehre?

Für die Zeit, in der (Lehr-)Veranstaltungen präsenzfrei stattfinden, bietet Ihnen das ZfW Online-Fortbildungen an. Auf der Seite Online-Fortbildungen informieren wir Sie über die verschiedenen Angebote und aktualisieren die Informationen regelmäßig.

Über diesen Link gelangen Sie direkt zu den eLearning-Workshops des RUBeL-Teams.

Die verschiedenen Beratungsangebote haben wir für Sie auf einer Überblicksseite zusammengestellt.

Welche Möglichkeiten gibt es, Lehre online durchzuführen?

Auf den Corona-Seiten des ZfW stellen wir unterschiedliche Szenarien vor, auf deren Grundlage Sie Ihre Veranstaltung individuell planen können.

Findet im Sommersemester 2020 an der Ruhr-Universität Lehre statt?

Aufgrund der Corona-Krise ist die RUB aktuell geschlossen, lediglich ein Notbetrieb wird aufrecht erhalten. Es finden derzeit keine Lehrveranstaltungen und auch keine Präsenz-Prüfungen statt. Der Semesterbeginn ist nach jetzigem Stand auf den 20. April verschoben. Da nicht absehbar ist, ob der Lehrbetrieb dann regulär aufgenommen werden kann, bereitet sich die RUB momentan darauf vor, dass die Lehre im Sommersemester ohne Präsenzveranstaltungen, d.h. weitgehend online-gestützt, stattfindet. Eine vollständige Absage der Lehre im Sommersemester 2020 ist derzeit nicht im Gespräch.

Gibt es eine zentrale Stelle für Fragen zur Online-Lehre?

Für lehrorganisatorische Fragen zum Sommersemester 2020 wurde die Mailadresse Lehre-SoSe20@rub.de eingerichtet. Die dort eingehenden Fragen werden in Abstimmung mit der Prorektorin für Lehre und Internationales, dem Dezernat 1 der Universitätsverwaltung, dem Zentrum für Wissenschaftsdidaktik sowie den IT.SERVICES beantwortet. Darüber hinaus hat das Zentrum für Wissenschaftsdidaktik die Informationsseiten aufgebaut, auf denen Sie sich gerade befinden. Hier finden Sie auch eine Übersicht über die unterschiedlichen Anlaufstellen, die jeweils spezielle Fragen beantworten.

Können Blockveranstaltungen/Ferienkurse in der vorlesungsfreien Zeit im Sommer (ab Mitte Juli) stattfinden?

Mit Sicherheit kann diese Frage nicht beantwortet werden. Aktuell gehen wir aber davon aus, dass solche Kurse wieder in Präsenz angeboten werden können. Bei der Planung sollten Sie allerdings berücksichtigen, dass das Konzept im Zweifel mit wenig Aufwand auf eine online-basierte Lehre umstellbar ist.

Technische Infrastruktur

Welche Chatmöglichkeiten stehen an der RUB zur Verfügung?

Moodle bietet Ihnen ein Etherpad. Es handelt sich hier um eine in Moodle integrierte Webseite, auf der Teilnehmer/innen gleichzeitig schreiben können. Die Inhalte sind für alle im Kurs sichtbar. Dies eignet sich beispielsweise für Brainstorming-Aktivitäten und Protokolle.

Um auch abseits von E-Mails schnell und unkompliziert schriftlich kommunizieren können, bietet IT.SERVICES den Instant-Messenger Riot an. In Riot können öffentliche Chaträume zu frei wählbaren Themen mit universitärem Kontext eröffnet werden. Auch private Chaträume, zu denen man eingeladen werden muss, um mit der dortigen Community geschlossen kommunizieren zu können, sind möglich. Die Gespräche können verschlüsselt gesendet werden. Neben Textnachrichten können auch Bilder versendet werden. Sie können Riot über Ihren Browser oder über einen Client auf Ihrem Computer oder mobilen Gerät nutzen. Ihre Chat-Gespräche werden auf allen Geräten synchronisiert. Wie Sie den Messenger nutzen können, wird Ihnen in dieser Anleitung erklärt.

Verfügt die RUB über eine campusweite Zoom-Lizenz?

Ja, die RUB hat eine campusweite Zoom-Lizenz angeschafft. Lesen Sie dazu die  Hinweise bei IT.Services.
Weitergehende Informationen zu Zoom finden Sie auf dieser Seite.

Das Eingehen individueller, langfristiger Verträge mit anderen Anbietern wird daher nicht empfohlen.

Ich benötige in Sciebo mehr Speicherplatz. Was kann ich tun?

Ihnen stehen nach Registrierung in Sciebo standardmäßig 30 GB Speicher zur Verfügung. Als Beschäftigte haben Sie die Möglichkeit, Ihr Volumen in my.sciebo selbstständig auf 500 GB zu erhöhen.

Wie bekomme ich einen Sciebo-Account?

Um sich für „Sciebo – die Campuscloud“ anzumelden oder Ihre persönlichen Einstellungen zu ändern, wählen Sie auf der Sciebo-Seite bitte die Organisation aus, der Sie angehören, d.h. die Ruhr-Universität Bochum. Anschließend erscheint eine Anmeldeseite der RUB.

Was ist Sciebo?

Sciebo ist ein nichtkommerzieller Cloud-Speicherdienst für Forschung, Studium und Lehre. Er ermöglicht die automatische Synchronisation von Daten mit verschiedenen Endgeräten („Sync“) und die gemeinsame Arbeit an Dokumenten („Share“). Der Dienst richtet sich exklusiv an Studierende und Beschäftigte der teilnehmenden Einrichtungen, zu denen auch die RUB gehört.

Wie kann ich auf RUB-interne Dienste zugreifen?

Mit einer VPN-Verbindung wird Ihnen eine sichere, weil verschlüsselte Datenverbindung zur RUB ermöglicht, mit der Sie auf Services der RUB von außerhalb zugreifen können, die ansonsten auf das Uni-Netz beschränkt wären. Informationen zur Konfiguration sowie Anleitungen finden Sie auf den Seiten des Network Operation Center der RUB.

Gibt es Einschränkungen bei der Nutzung von Video-Konferenzdiensten?

Ein Problem stellt momentan der Zugriff auf die Video-Konferenzdienste dar, die von der RUB über das Deutsche Forschungsnetz bezogen werden (Pexip und Adobe Connect). Aufgrund der hohen Zugriffszahlen sind sie momentan nicht verlässlich erreichbar. Aktuelle Informationen finden Sie direkt auf den Seiten des DFN. So wird u.a. empfohlen, die Dienste außerhalb der „Stoßzeiten“ zu nutzen. Kostenfreie, aber auch in Teilen kostenpflichtige Alternativen haben wir Ihnen hier zusammenstellt.

Gibt es Einschränkungen bei der Nutzung der Lernplattform Moodle?

Die von der RUB betriebenen Dienste – insbesondere die Lernplattform Moodle – laufen zurzeit stabil. Um dies weiterhin zu gewährleisten, wurde von IT.SERVICES die maximal in Moodle hochladbare Dateigröße auf 50 MB beschränkt. Das im RUB-Moodle integrierte Webkonferenztool Adobe Connect ist aufgrund der hohen Nachfrage nicht verfügbar. Hier verweisen wir auf Alternativen.

Aufzeichnungen (Video, Audio, Screencast)

Welche Sicherheitseinstellungen kann ich vornehmen, um z.B. einem „Zoom Bombing“ vorzubeugen?

Es ist empfehlenswert, im Vorfeld bestimmte Einstellungen in Zoom vorzunehmen bzw. einige Hinweise zu beachten, wenn Sie Online-Meetings durchführen möchten. Damit beugen Sie vor, dass sich unberechtigte Personen Zutritt zu einem Meeting verschaffen mit dem Ziel, dort unerwünschte Inhalte zu posten oder freizuschalten und das Meeting zu stören (sogenanntes “Zoom Bombing”).
Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unserer Seite Sicherheit von Zoom-Meetings.

Kann ich auch auf dem Campus meine Veranstaltungen aufzeichnen?

Ab sofort ist es wieder möglich, sich in einigen Lehrräumen der RUB automatisiert aufzeichnen zu lassen. Die dort installierte Technik kann im SelfService (begegnungsfrei) genutzt werden. Eine Reservierung ist über die Adresse rubcast@rub.de möglich. Bitte beachten Sie die weitergehenden Hinweise auf der RUBcast-Homepage.

Hier finden Sie zudem eine kurze Video-Anleitung von IT.SERVICES zur Selbstaufzeichnung im Hörsaal.

Weitere Möglichkeiten der Aufzeichnungen finden Sie hier im Überblick.

Wie sieht es mit dem Datenschutz bei Zoom aus?

Die RUB bietet eine Campuslizenz unter Einhaltung der datenschutzrechtlichen und sicherheitstechnischen Anforderungen (Aktuelle Meldung auf den Seiten von IT.SERVICES). In Punkto Datenschutz und Sicherheit ist dieses Angebot daher allen anderen externen Lösungen vorzuziehen.

Das amerikanische Unternehmen Zoom ist nach den Vorgaben des EU-US Privacy Shield zertifiziert. Die Vorgaben des Datenschutzschilds entsprechen grundsätzlich dem Datenschutzniveau der Europäischen Union. Bei allen Fragen zum Datenschutz ist selbstverständlich der Datenschutzbeauftragte der RUB involviert.

Zoom selbst geht offen und lösungsorientiert mit Sicherheitslücken um. Das Unternehmen hat alle aufgedeckten Sicherheitslücken geschlossen, ungünstige Standardeinstellungen korrigiert und Richtigstellungen bei der Angabe zur Sicherheit ihrer Meetings gemacht hat (Blog des Unternehmens).

Wenn Sie weitere Informationen zu den von Zoom durchgeführten Sicherheitsmaßnahmen erhalten möchten, schreiben Sie uns eine E-Mail: rubel@rub.de

Die Alternativen zu Zoom sind ebenfalls getestet worden. Alle anderen Lösungen laufen technisch nicht so stabil wie Zoom. Das hat sich beispielsweise beim Einsatz in größeren Konferenzen mit vielen Teilnehmer/innen gezeigt. Die RUB steht permanent im Austausch mit den anderen Universitäten in NRW, die die gleichen Pläne verfolgen, um gegenseitig von den gemachten Erfahrungen zu profitieren.

Wie kann ich den Download meiner Videos in Moodle verhindern?

Einen Download können Sie technisch nicht verhindern. Grundsätzlich ist dieser für Studierende positiv. Sie laden sich die Dateien einmal herunter und können dann offline mit den Videos arbeiten bzw. lernen. Vom Urheberrecht aus gesehen gibt es sogar das Recht auf eine private Kopie.

Ein Upload/Veröffentlichung bei YouTube ist allerdings grundsätzlich ohne Ihre Einwilligung nicht erlaubt. Studierende, die das tun, verletzten Ihre Rechte als Urheber. Sie könnten in Ihren Kursen beispielsweise darauf hinweisen, rechtlich ist das aber nicht notwendig.

Welche Tools kann ich zur Anfertigung eines Screencasts verwenden?

OBS Studio (Open Broadcaster Software Studio)
Möchten Sie eine Videoaufzeichnung Ihres Computerbildschirms vornehmen und diese zusätzlich vertonen, bietet sich das kostenlose Programm OBS Studio an. Weiterführende Informationen zur Installation und Benutzung finden Sie in dieser Anleitung.

Opencast
Über die browserbasierte Software Opencast haben Sie die Möglichkeit, Ihre Aufzeichnung ohne Installation einer Software eigenständig durchzuführen (Anleitung: Opencast Studio). Bitte achten Sie darauf, dass Ihr verwendeter Browser auf dem aktuellsten Stand ist.
Zurzeit müssen die Dateien noch lokal gespeichert und im Nachgang manuell hochgeladen werden. Informationen zum Umgang mit großen Dateien finden Sie hier.

Gerne können Sie uns Tools melden, mit den Sie selbst gute Erfahrungen gesammelt haben: rubel@rub.de.

Was ist ein Screencast?

Ein Screencast ist eine Videoaufzeichnung, die häufig von Audio-Kommentaren begleitet wird. Er zeigt und erläutert die Abläufe von Programmen oder Anwendungen. Im Bild wird dabei die Oberfläche der Anwendung dargestellt. Einsatzgebiete des Screencasts sind Tutorials, How-to Filme oder auch Lehr- und Erklärvideos.

Wie kann ich meine Vortragsfolien (PowerPoint) vertonen?

PowerPoint 2019: Die neueste Version von PowerPoint für Windows (für alle RUB-Angehörigen kostenfrei verfügbar im RUB-Software-Portal) bietet komfortable Möglichkeiten, schnell die PowerPoint-Präsentationen zu vertonen und dazu – wenn gewünscht – die eigene Webcam aufzuzeichnen. Dazu können Sie mit der Maus oder mit einem angeschlossenen Grafiktablet auch Notizen direkt in den Folien machen.

PowerPoint 2016: In dieser Version für Windows sind die Funktionen eingeschränkter, ebenso bei PowerPoint für Mac. Für den Mac bietet sich zum Aufzeichnen eher der Einsatz von Keynote an.
Weitere Informationen dazu finden Sie auf den Microsoftseiten zu „Aufzeichnen einer Bildschirmpräsentation mit Kommentaren und Folienanzeigedauern“.

Welche Tools sind für die Aufzeichnung von Audio- und Videodateien empfehlenswert?

ine erste Übersicht über empfehlenswerte Tools finden Sie unter Aufzeichnungen. Die Liste wird fortlaufend von uns ergänzt. Gerne können Sie uns Tools melden, mit denen Sie selbst gute Erfahrungen gesammelt haben: rubel@rub.de.

Welche Speicherlimits hat die kostenfreie Basisversion der Videoplattform Vimeo?

Vimeo Basic ist kostenfrei nutzbar, hat aber Größenbeschränkungen beim Upload der Videos. Pro Woche können Videos mit einer Gesamtgröße von 500 MB hochgeladen werden. Der gesamte Videospeicher beträgt 5 GB.

Ich habe bereits eigene Lehrvideos oder Audio-/Videodateien erstellt. Wie kann ich diese bereitstellen?

Um eine Überlastung von Moodle und des Netzwerks der RUB zu vermeiden, können dort nur noch Dateien mit einer Größe von jeweils bis zu 50 MB hochgeladen werden. Für Videos reicht dies jedoch nicht aus. Andere Möglichkeiten haben wir Ihnen auf der Seite „Videos / Große Dateien bereitstellen“ zusammengestellt.

Bei all diesen Varianten können Sie anschließend einen Link zu den Videos in Ihren Moodle-Kurs stellen. Vimeo bietet die Möglichkeit, Videos mit einem Passwort zu versehen. Bei YouTube können Sie Ihren “Channel” so einstellen, dass die Videos bei einer Suche nicht gefunden werden, also nur über Ihren in Moodle bereitgestellten Link zu finden sind.

Alternativ wenden Sie sich mit Ihrem Material an die Kolleginnen und Kollegen von RUBcast (IT.SERVICES): rubcast@rub.de. Hier wird aktuell an weiteren Lösungen gearbeitet. Wir informieren Sie fortlaufend auf unseren Seiten.

Ich möchte gerne eigene oder fremde Video- oder Audiodateien für meine Lehre verwenden. Welche Möglichkeiten gibt es?

Um Ihnen einen Überblick über die Möglichkeiten zu geben, haben wir ein Lernszenario mit den wichtigsten Informationen zusammengestellt. Diese finden Sie unter „Lernszenarien/Aufzeichnung von Lehrinhalten (asynchron)„.

Veranstaltungsbezogene Interaktion

Welche Möglichkeiten gibt es, dass Studierende sich gegenseitig Feedback geben?

In Moodle gibt es verschiedene technische Möglichkeiten, wie sich Studierende gegenseitig Feedback auf Texte o. Ä. geben können. Eine sehr einfache Möglichkeit besteht darin, dass Sie einen Blog einrichten, in den die Studierenden ihre verfassten Texte als Blogeintrag einfügen und die Blogeinträge der anderen Studierenden kommentieren können.

Besser gelingen die Rückmeldungen, wenn Sie eine begrenzte Anzahl besonders wichtiger Kriterien vorgeben, also z. B. inhaltliche Richtigkeit oder Schlüssigkeit einer Argumentation, und sie mithilfe von Beispielen veranschaulichen. Wenn Texte Grundlage für eine Leistungsbeurteilung bilden, sollten Sie den Studierenden Ihre eigenen Beurteilungskriterien zur Verfügung stellen.

Überlegen Sie sich zudem ein Vorgehen, durch das jede/r mindestens eine Rückmeldung erhält. Wenn Sie zeitlich die Möglichkeit haben, lesen Sie sich die Kommentare/Rückmeldungen durch, damit sich unter den Studierenden keine Fehlannahmen verbreiten. Rückmeldungen auf Texte können ganz unterschiedlich gestaltet sein. Von Symbolen über Fragen und Kommentare bis zu Antworttexten. Wichtig ist es bei allen diesen Formen, die Studierenden darauf hinzuweisen, in gleicher Weise auch Gelungenes in den Texten rückzumelden.

Welche Möglichkeiten zur Rückmeldung an Studierende gibt es?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie Studierenden Rückmeldung auf ihre Arbeitsergebnisse geben können – von E-Mail (über Moodle), über Kommentare in Word-Dokumenten und Podcasts (also mündlichen Rückmeldungen) bis zu Chat- oder Webkonferenzen.

Wenn Sie ihre Veranstaltung planen, sollten Sie überlegen, wann, wie oft, worauf und in welcher Form Sie Rückmeldungen geben möchten, und wie Sie dies sinnvoll in den Verlauf Ihrer Veranstaltung integrieren können. Die Häufigkeit und Form der Rückmeldung können variieren: Es ist nicht nur viel zu zeitaufwendig jeden Studierendentext zu korrigieren, sondern auch didaktisch wenig sinnvoll.

Überlegen Sie also zunächst, welche Funktion die Arbeitsergebnisse jeweils haben (Verständnissicherung, Beurteilungsgrundlage etc.) und entscheiden sich dann für eine passende Rückmeldung.

Überlegen Sie darüber hinaus, wann sich insbesondere eine individuelle Rückmeldung (z. B. jede Woche nur an fünf Studierende, nur für ausgewählte Abschnitte etc.) eignet und wann Sie allen gemeinsam etwas erklären bzw. alle etwas fragen o. Ä.

Elke Langelahn von der Universität Bielefeld hat verschiede ne Möglichkeiten für Feedback zusammen gestellt.

Das Selbststudium unterstützen

Wie kann ich feststellen, ob z.B. Texte im Selbststudium von den Studierenden gelesen wurden?

Um zu überprüfen, ob Studierende die vorgegebenen Texte gelesen haben, können Sie entsprechende (Schreib-)Aufgaben stellen. So wäre eine Möglichkeit, dass Studierende beispielsweise Kerngedanken in Kurztexten zusammenfassen oder diskutieren, Visualisierungen (Mindmap o. Ä.) oder auch kurze Podcasts dazu erstellen. Solche Schreib-/Leseaufträge sollten vorher gut überlegt und klar formuliert werden. Hinweise zur Konzeption von Schreib-/Leseaufträgen und den Umgang mit den dabei entstehenden Studierendentexten finden Sie hier.

Wie kann ich Aufgaben so gestalten, dass sie gut aufeinander aufbauen?

Um eine Veranstaltung so zu konzipieren, dass die Aufgaben lernförderlich aufeinander aufbauen, gibt es viele Möglichkeiten, von denen wir hier vier vorstellen.

1. Sie können den Aufgaben jeweils konkrete Lernziele (Feinziele) zugrunde legen, die systematisch auf die übergeordneten Lernziele hinführen. Dabei kann es hilfreich sein, von hinten nach vorne zu planen, sich also zunächst zu vergegenwärtigen, was die Studierenden nach Ihrer Veranstaltung gelernt haben sollen bzw. wissen, können, verstehen etc sollen. Danach denken Sie darüber nach, was die Studierenden dafür wissen und können müssen, wie diese Elemente aufeinander aufbauen und wie die Schwierigkeit sukzessive gesteigert werden kann.

2. Sie können von typischen Lernhindernissen ausgehen, die Studierende häufig haben, und gezielt Aufgaben entwickeln, die dabei unterstützen, diese Lernhindernisse zu überwinden. Dafür kann es hilfreich sein, wenn Sie sich überlegen, wie Sie selbst als Fachexpert/in mit einer Schwierigkeit umgehen (z. B. dabei einen philosophischen Text zu verstehen oder eine klinische Studie zu beurteilen).

3. Die Reihenfolge der Aufgaben kann sich auch an bestimmten inhaltlichen Kriterien orientieren. So können Sie z. B. Fachtexte so auswählen, dass die Entwicklung eines bestimmten Diskurses deutlich wird und die Studierenden sehen, wie der Erkenntnisfortschritt und die wissenschaftliche Diskussion in ihrem Fach funktionieren.

4. Wenn Sie in Ihrer Veranstaltung Interaktion über die gestellten Aufgeben einplanen, können Sie das Prinzip der rollenden Planung nutzen: Sie reagieren dann mit einer Aufgabe auf die Ergebnisse der vorherigen Aufgabe und können so auf Interessen oder auch Schwierigkeiten der Studierendengruppe eingehen. Auch wenn Sie bereits Ihre ganze Veranstaltung im Voraus konzipiert haben, sollten Sie rollende Planung praktizieren, um Aufgaben zu modifizieren, je nachdem, wie die Studierenden mit den vorhergehenden Aufgaben zurechtgekommen sind.

Wie kann ich die Arbeitsbelastung meiner Studierenden im Blick behalten?

Für die Studierenden aber auch für Ihre eigene Planung ist es hilfreich, für jede Aufgabe nicht nur die Abgabefrist, sondern auch die Bearbeitungszeit und den Umfang des Arbeitsergebnisses (etwa Anzahl an Wörtern, Minuten eines Podcasts o. Ä.) vorzugeben.

Wenn Sie mehrere kleine Aufgaben stellen, ist die Arbeitszeit der Studierenden über das gesamte Semester verteilt, was sich positiv auf Lernen und Motivation auswirkt.

Bei der Festlegung des Umfangs der Aufgaben und der damit einhergehenden Bearbeitungszeit sollten Sie sich am Credit Point-Umfang Ihrer Veranstaltung orientieren (1 CP = 30 Arbeitsstunden) und berücksichtigen, dass Studierende für die Bearbeitung von Aufgaben naturgemäß länger brauchen, als Sie selbst es würden.

Wie kann ich Leseaufträge so gestalten, dass Studierende tatsächlich lesen?

Möglicherweise wissen Ihre Studierenden nicht, warum sie einen Text lesen sollen oder welche Abschnitte oder Informationen für den Seminarzusammenhang wichtig sind. Daher kann es einen Unterschied machen, wenn Sie den Kontext des Textes und seinen Zusammenhang zum Seminarthema kurz erläutern z. B. anhand solcher Fragen:

Warum haben Sie diesen Text ausgewählt? Wer ist der Autor, welche Position hat er/sie im Diskurs? Aus welcher Perspektive schreibt die Autorin? Welche Informationen zum Kontext, in dem der Text entstanden ist, können für das Textverständnis hilfreich sein?

Sie können auch konkrete Aufgaben mit dem Leseauftrag verknüpfen, z. B. Fragen formulieren, die die Studierenden beantworten sollen oder stattdessen die Studierenden selbst Fragen an den Text bzw. den/die Autor/in stellen lassen. Weitere Anregungen finden Sie hier.

Welche Texte eignen sich für das Selbststudium?

Da Fachtexte nicht für Studierende, sondern für Wissenschaftler/innen geschrieben werden, ist es wichtig, gut zu bedenken, welche Texte Ihre Studierenden ohne Ihre Unterstützung lesen und verstehen können und was Sie an zusätzlichen Informationen zu den Texten bereitstellen wollen.

Insbesondere für Studienanfänger/innen können daher Lehrbuchtexte geeigneter sein. Sollen sie dennoch Fachtexte lesen, kann in den Arbeitsaufträgen berücksichtigt werden, dass diese oftmals komplexes Vorwissen voraussetzen. Um Studierenden die Auseinandersetzung mit Fachtexten zu erleichtern, kann es – wenn Sie beispielsweise eine Diskussion in Ihrem Fach mithilfe von Lektüreaufgaben veranschaulichen – sinnvoll sein, exemplarische Fachtexte oder Auszüge daraus zu wählen und mit eigenen Kommentaren und Erklärungen zu versehen.

Bedenken Sie allgemein, dass Studierende zurzeit schwieriger an bestimmte Texte gelangen können.

Beachten Sie außerdem, dass in Moodle aus einem Buch max. 15% zur Verfügung gestellt werden dürfen, ein Zeitschriftenartikel darf vollständig hochgeladen werden (Hinweis zum Urheberrecht; gerne berät Sie auch der Bereich eLearning zu Fragen zum Urheberrecht rubel@rub.de). Eine bessere Möglichkeit kann gerade bei umfangreicheren Texten ein Link zur einer E-Publikation sein.

Ggf. müssen Sie Ihre Studierenden darauf hinweisen, dass sie sich einen VPN-Zugang einrichten müssen, um auf bestimmte E-Journals und andere digitalisierte Texte zugreifen zu können.

Möglicherweise eignen sich für Ihr Thema jedoch auch unkonventionelle Quellen wie Youtube-Videos oder Wikipedia – gezielt mit Fragen zur kritischen Beurteilung ergänzt, kann die mangelnde Wissenschaftlichkeit solcher Quellen Gegenstand der inhaltlichen Auseinandersetzung sein.

Welche Möglichkeiten gibt es, begleitend zum Selbststudium Interaktion zu organisieren?

Ein Austausch über die im Selbststudium bearbeiteten Aufgaben unter den Studierenden und zwischen Ihnen und den Studierenden hat viele positive Effekte: Die Studierenden setzen sich mit den Inhalten im Sinne des Peer-Learning aktiv auseinander und Sie als Lehrende erhalten so einen Einblick in den Lernstand der Studierenden und können die weiteren Aufgaben entsprechend anpassen.

Der Austausch kann als Feedback erfolgen (z.B. in Moodle) als gemeinsames Schreiben (z. B. in Wikis oder einem Etherpad in Moodle), er kann aber auch zum Diskutieren, Fragen finden und zum Klären von Verständnisproblemen dienen. Für einen zeitversetzten schriftlichen Austausch steht in Moodle ein Forum zur Verfügung.

Für den mündlichen Austausch können auch online Kleingruppen gebildet werden. Bedenken Sie aber, dass die Anleitung zu allen Interaktionen noch konkreter sein muss als in Präsenzveranstaltungen. Weiterführende Ideen finden Sie hier.

Wie kann ich Studierende zum Selbststudium motivieren?

Je klarer das Selbststudium sowohl zeitlich als auch inhaltlich strukturiert ist, desto besser können sich Studierende orientieren. Es ist daher sinnvoller, wöchentlich kleine Aufgaben zu stellen statt einer großen, die über das gesamte Semester bearbeitet werden kann. Die kleinen Aufgaben können sukzessive zu einem umfangreicheren und anspruchsvolleren Endprodukt hinführen: Wenn die Studierenden beispielsweise am Ende des Semesters eine Hausarbeit abgeben sollen, könnten sie verteilt über das Semester zunächst Ergebnisse einer ersten Recherche kommentieren, erste Leseeindrücke formulieren, eine Fragestellung erarbeiten, ein Exposé schreiben, etc. Wo immer das möglich ist, sollten dabei Interaktionsmöglichkeiten integriert werden, entweder unter den Studierenden oder mit Ihnen.