Kollaboratives Arbeiten (online)

Worum geht es hier?

Dieses Szenario erweitert das „Basisszenario online“ in erster Linie um solche Funktionen, mit denen Studierende zusammen Aufgaben bearbeiten und Inhalte erstellen können. Auf diese Weise kann verstärkt die Kommunikation und Kooperation der Studierenden untereinander gefördert werden. Dies kann gerade in der aktuellen Situation dazu beitragen, die üblicherweise in Präsenz stattfindende Kommunikation zu kompensieren.

Wie funktioniert das genau?

Wie bereits im Basisszenario beschrieben, ist der Ausgangspunkt die Einrichtung eines Moodle-Kurses und die grundlegende Strukturierung der Veranstaltung. Die Arbeitsaufträge bearbeiten die Studierenden dann aber nicht durchgehend alleine bzw. außerhalb von Moodle, sondern erstellen innerhalb von Moodle Inhalte und bearbeiten die ihnen gestellten Aufgaben. Moodle unterstützt dafür auch die Organisation von Gruppen. Zum Beispiel erstellen Studierende in Gruppen gemeinsam Beiträge zu einem Wiki anstelle eines Referats.

Gibt es in der aktuellen Situation etwas zu beachten?

Wie im Basisszenario gilt: Das Funktionieren von Moodle ist sichergestellt. Eine Einschränkung besteht nur bei der Größe hochladbarer Dateien (aktuell 250 MB). Die Nutzung kollaborativer Tools in Moodle trägt keine weiteren Risiken in sich.

Welche praktischen Tipps gibt es für die Umsetzung?

Die praktischen Tipps hängen stark am verwendeten Tool. Grundsätzlich gilt: Die kollaborativen Tools in Moodle sind technisch nicht kompliziert. Ein erfolgreicher Einsatz bedarf jedoch konzeptioneller Arbeit. Falls größere Aufgaben für die Studierenden vorgesehen sind, ist u. U. zu prüfen, ob eine entsprechende Studienleistung vorgesehen ist.

Welche Tools empfiehlt das ZfW?

Folgende Tools kommen für dieses Szenario in Frage:

  • Gruppenwahl: Studierende können sich selbst zu Gruppen anmelden. In diesen Gruppen wird dann eine Aufgabe bearbeitet.
  • Wiki: Studierende können Texte in einem gemeinsamen Wiki schreiben – ähnlich wie in Wikipedia. Diese sind für alle sichtbar und können auch von allen bearbeitet werden.
  • Glossar: Studierende können Begriffe zu einem Glossar oder mehreren Glossaren hinzufügen oder in Gruppen an einem Glossar arbeiten.
  • Etherpad: Ein Etherpad ist wie ein Dokument, in dem gleichzeitig gearbeitet werden kann. Das Etherpad hat außerdem eine Chat-Funktion integriert.
  • ePortfolio/Mahara: Das an Moodle angeschlossene ePortfolio-System hat eine Gruppen-/Kollaborationsfunktion mit Dateiaustausch, Forum und Blog. Dies können Studierende auch unabhängig von einem Kurs nutzen.

Weiterführende Informationen

Gestaltungshinweise

  • Interaktion mit Studierenden: kollaboratives Online-Arbeiten, Förderung der veranstaltungsbegleitenden Interaktion, Interaktion in Webkonferenzen, Beratungssituationen online – aber interaktiv, Förderung des Selbststudiums
  • Kollaboratives Arbeiten: Lernen anleiten und Schwierigkeiten vorbeugen: Kooperation organisieren, strukturieren und betreuen
  • Aspekte und Möglichkeiten kollaborativen Arbeitens: Gemeinsam einen Text schreiben, gemeinsam einen Text lesen, Arbeitsergebnisse publizieren, gemeinsam Inhalte erarbeiten und der Gruppe zur Verfügung stellen, im Arbeitsprozess kommunizieren, sich über Lehrinhalte austauschen, Peer-Feedback geben, Fragen stellen und klären

Moodle-Anleitungen

Das eLearning-Team hat auf seinen Seiten einen sehr umfangreichen Pool detaillierter Anleitungen zu Moodle zusammengestellt. Sie finden hier sowohl Anleitungen, die Ihnen bei der Gestaltung Ihrer Lehre helfen sollen, als auch Anleitungen, die Sie als Hilfestellung an Ihre Studierenden ausgeben können:
Anleitungsportal Moodle

Ausgewählte Moodle-Anleitungen
Einrichten von Gruppen und einer Gruppenwahl (PDF)
Wikis in Moodle erstellen (PDF)
Ein Etherpad nutzen (PDF)
ePortfolios mit Mahara erstellen (PDF)

Hier gelangen Sie zu den weiteren Lehrszenarien.