FAQ zum Thema schriftliche Online-Prüfungen

An dieser Stelle sammeln wir Fragen und Antworten, die u.a. die Umsetzung von schriftlichen Online-Klausuren in Moodle betreffen.

Allgemeine Fragen

Wird es auch im Sommer E-Prüfungen geben?

Ja, auch im Sommer wird es E-Prüfungen geben. Das HZO wird nicht benutzt werden können.

Wo kann man sich zum Thema Nachteilsausgleich informieren?

Sie können sich an Frau Kusal wenden (https://www.akafoe.de/inklusion/).

Muss für jede Modulprüfung eine Wiederholungsmöglichkeit angeboten werden?

Die Studierenden haben Anspruch auf die Wiederholung jedes einzelnen Teils einer Modul-Abschlussprüfung.

Muss man bei einer Essay-Abgabe eine Eigenständigkeitserklärung verlangen?

Man muss generell keine Eigenständigkeitserklärung verlangen, kann dies aber tun.

Was kann man tun, wenn Studierende keine Kamera haben?

Man kann auf die Möglichkeit hinweisen, dass der AStA Laptops an Studierende verleiht. Das Handy darf auch als Kamera für Zoom selbst verwendet werden, als Ersatz für eine Webcam, aber nicht als zweite Kamera zur Kontrolle.

Was sollten Prüflinge im Zusammenhang mit Online-Prüfungen beachten?

Informationen hierzu finden Sie im Handout unter „Häufige Fragen“: https://el.rub.de/corona/wp-content/uploads/2021/07/Handout-Online-Pruefungen.pdf

Was sollten Prüfungsverantwortliche bei der Planung von Online-Prüfungen berücksichtigen?

Informationen hierzu finden Sie im Handout unter „Wichtige Hinweise zu Online-Prüfungsformaten“: https://el.rub.de/corona/wp-content/uploads/2021/07/Handout-Online-Pruefungen.pdf

Wie kann eine Prüfungseinsicht erfolgen?

Unter den aktuellen Pandemie-Bedingungen bleibt für eine durch die*den Prüfer*in begleitete Prüfungseinsicht praktisch nur die Durchführung per Videokonferenz als Möglichkeit.

Wie werden Prüfungsdaten archiviert?

Auch Online-Prüfungen müssen nach Abschluss der Prüfung aufbewahrt (= gesichert) werden. Sie haben dazu in Moodle verschiedene Optionen zur Speicherung.

Schauen Sie sich zu diesem Thema am besten das Video-Tutorial Bewertungen, Abgaben und Versuche archivieren von Ralf Otto auf YouTube an. Auf den Seiten 7 bis 9 unseres Handouts Wichtige Hinweise zur Unterstützung von Online-Prüfungen im Wintersemester 2020/21 (PDF) finden Sie ebenfalls eine genaue Erklärung.

Stimmen Sie bitte die Frage, auf welchem Speichermedium die Prüfungsdaten gesichert werden, mit Ihrem Prüfungsamt ab (z.B. geschütztes Laufwerk auf dem eigenen Rechner, geschütztes Netzlaufwerk der Fakultät für Prüfungsdaten etc.) Wir empfehlen derzeit passwort­geschützte ZIP-Archive auf nicht öffentlich zugänglichen Speichermedien.

 

 

Fragen zu Moodle

Was muss ich als Lehrende*r unbedingt beachten, wenn ich den STACK-Fragetyp in Moodle verwende?

Lassen Sie sich bitte von IT.SERVICES zur Konfiguration von STACK beraten. Es geht darum, die STACK-Nutzung im Bezug auf Systemstabilität und Serverauslastung hin zu optimieren. Schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an: e-assessment@rub.de Die drei wichtigsten Punkte, zu denen wir Ihnen Beratung anbieten, sind die folgenden:

1. Aufgabevarianten einsetzen

2. Komplexität von Rückmeldebäumen und Serverauslastung

3. Eingaben der Studierenden, Live-Validierung durch das Computer-Algebra-System und Serverauslastung

Kann man bei mathematischen Aufgaben Fragen auch schrittweise beantworten?

Hier empfiehlt sich der Fragetyp STACK. Dort kann man für verschiedene Fragen auch Teilpunkte vergeben und verschiedene Zwischenergebnisse prüfen.

Können die Studierenden sehen, bei welcher Frage sie welche Punkte erhalten haben?

Dies ist nur möglich, wenn bei den Überprüfungsoptionen in den Test-Einstellungen der Haken bei „Versuch + Punkte“ gesetzt wurde. Wenn nur der Haken „Punkte“ gesetzt wurde, sehen die Teilnehmer*Innen nicht, welche Antwort richtig ist, sondern lediglich die Punktzahl des Versuchs.

Wenn bei einem Moodle-Test eine feste Fragenreihenfolge festgelegt ist, ist es dann möglich, trotzdem zurückzuklicken?

Ein Zurückklicken über den Browser ist zwar möglich, aber der/die Studierende kann die Fragen nicht noch einmal beantworten oder die Antworten ändern.

Ist die Vergabe von Teilpunkten beim Fragetyp „MC Alles oder Nichts“ möglich?

Die Vergabe von Minuspunkten ist nicht möglich. Sofern ein Teilnehmer alle richtigen Antworten, aber auch eine falsche Antwort angewählt hat, bekommt er für die Aufgabe 0 Punkte. Auch wenn der Teilnehmer nur eine richtige Antwort auswählt und die übrigen richtigen Antworten nicht auswählt, bekommt er 0 Punkte.

Was hat sich aktuell bei den Moodle-Testeinstellungen geändert?

Es gibt Änderungen bei der Einstellung „Weitere Zugriffsbeschränkungen“, s. a. https://www.rubel.rub.de/news/922021-neue-funktionen-moodle-im-testbereich

Welche Erklärung ist bei Moodle-Tests hinterlegt?

Die hinterlegte, nicht änderbare, Erklärung umfasst die Erklärung des Einverständnisses mit den Prüfungsbedingungen und die Erklärung, dass die Prüfung selbstständig abgelegt wurde. Es handelt sich nicht um eine eidesstattliche Erklärung. Weitere Informationen: https://www.rubel.rub.de/news/922021-neue-funktionen-moodle-im-testbereich

Wie kann ich mich in der Moodle-App anmelden?

Bei der Moodle-App müssen Sie diesen Link nutzen: https://moodle.ruhr-uni-bochum.de/m/.

Eine Anleitung finden Sie hier:
https://moodle.ruhr-uni-bochum.de/m/file.php/1/Handreichungen%203.4/MoodleMobileApp.pdf

Wie lautet der Text der Einverständniserklärung, der bei der Moodle-Aufgabe hinterlegt ist.

Bei der Aufgabe in Moodle kann die Option Aufgaben-Administration > Einstellungen bearbeiten > Abgabeeinstellungen > Erklärung zur Eigenständigkeit muss bestätigt werden: Ja ausgewählt werden. Wenn diese Option aktiviert ist, kann die Bearbeitung der Aufgabe nur eingereicht werden, wenn eine Erklärung zur Eigenständigkeit durch den Studierenden bestätigt wird.

Der vorgegebene Text der Erklärung zur Eigenständigkeit bei der Aufgabe in Moodle lautet: „Diese Arbeit ist meine eigene Leistung. Sofern ich fremde Quellen verwendet habe, sind diese Stellen entsprechend gekennzeichnet.“ Diese Erklärung muss von den Studierenden durch das Setzen eines Häkchens in ein Kästchen neben dem Text bestätigt werden, um die Abgabe zu ermöglichen (Checkbox).

Anleitung (PDF)

Können in einem Moodle-Test von Prüflingen auch Dateien hochgeladen werden?

Mit der Testfunktion in Moodle können auch Dateien hochgeladen werden. Dies ist innerhalb der
Freitextfrage umsetzbar, dort sind Anhänge möglich (einstellbar unter „Anhänge erforderlich“).

Kann man den Zugang zum Moodle-Kurs nicht über ein Passwort, sondern über die Matrikelnummer einschränken?

Der Zugang zum Moodlekurs kann über die Matrikelnummer eingeschränkt werden. Sie können die Nutzer*innen selbst, per Dateiupload unter dem Punkt Kursadministration / Nutzer/innen/ Nutzer/in einschreiben in den Kurs eintragen.

Können bei MC-Fragen auch nicht angekreuzte Antwortmöglichkeiten Punkte bringen?

Nein. Bei MC-Fragen in Moodle kann man nur für richtige Antworten Punkte vergeben. Für falsche Antworten kann es allenfalls Teilabzüge geben. Sie müssen insgesamt auf 100% kommen und entsprechend pro Teilantwort einen Prozentwert eintragen. Die falschen Antworten müssen negativ bewertet werden, damit es für falsche Antworten keine Punkte gibt oder man zum Beispiel, indem man alles ankreuzt, die volle Punktzahl erhält.
Beispiel: Frage mit 4 Antwortoptionen und 3 richtigen Antworten:
Es werden 3x 33,333% vergeben. Die falsche Antwort wird mit -100% bewertet oder ggf. weniger je nachdem, wie eine falsch angekreuzte Option gewichtet wird.

Können Testergebnisse exportiert werden?

Die Ergebnisse lassen sich als PDF oder Excel exportieren in Form einer Tabelle. Diese enthält im Wesentlichen den Namen, die Matrikelnummer und die Testergebnisse, gesamt und pro einzelne Frage. Details zu den Fragen sind allerdings nicht enthalten.

Fragen zur Durchführung

Was tun bei sehr großen Seminaren? Ist eine digitale Klausur-Aufsicht möglich?

Ja. Dies ist in der Regel kein Problem. Für die Klausur-Aufsicht können einzelne Zoom-Räume oder Breakout-Räume angelegt werden und es kann eine gruppenweise Aufsicht erfolgen.

Welche Möglichkeiten habe ich, wenn sich Studierende auffällig verhalten?

Der Studierende kann nur verwarnt werden und darf nicht gebeten werden, seinen Arbeitsplatz zu zeigen. Der Prüfungsversuch kann bei mehrfacher Verwarnung aber abgebrochen werden. Der/die Studierende muss dann die Prüfung in Präsenztermin wiederholen zum nächstmöglichen Präsenztermin.

Inwiefern müssen technische Störungen seitens der Studierenden berücksichtigt werden?

Die Klausur kann beim Abbruch der Internetverbindung nicht als Fehlversuch gewertet werden. Eine Testprüfung vor der Klausur kann ratsam sein, um den Studierenden auch die Angst vor einer Online-Prüfung zu nehmen.

Ist man dazu verpflichtet eine Klausureinsicht zu bieten?

Eine Klausureinsicht muss angeboten werden. Dies können Sie zum Beispiel über ein Zoom-Meeting anbieten, indem Sie dann den Bildschirm teilen und dem Prüfling seine Klausur zeigen.

Wie so eine Klausureinsicht aussieht, hängt aber auch davon ab, wie die Prüfung gestaltet wurde, ob noch etwas händisch korrigiert werden musste oder nicht. Über Moodle können Sie auch jedem Prüfling automatisch nach der Klausur eine Klausureinsicht ermöglichen, indem Sie die Ergebnisse des Tests nach Abschluss freigeben.

Wie geht man damit um, wenn man einen Täuschungsversuch ausfindig macht?

Dies läuft genauso ab, wie auch üblicherweise mit Täuschungsversuchen umgegangen wird. Es muss dem Prüfungsausschuss mitgeteilt werden, der dann tätig wird. Er teilt es dann dem/der Studierenden mit. Bei weiteren Fragen zu dieser Thematik können Sie sich an das entsprechende Prüfungsamt wenden.

Muss man eine digitale Klausuraufsicht machen?

Nein, es muss nicht unbedingt eine digitale Klausuraufsicht durchgeführt werden. Es besteht aber die Möglichkeit eine einzusetzen. Sie bietet darüber hinaus auch die Möglichkeit, dass Studierende einerseits einen Ansprechpartner haben und andererseits dadurch auch Täuschungsversuche minimiert werden können.

Identitätsprüfung über Zoom: Ist eine Identitätsprüfung unbedingt notwendig?

Eine Identitätsprüfung ist nicht unbedingt notwendig. Die Studierenden können auch über ihre LogIn ID zugelassen werden.

Spricht etwas dagegen, die Studierenden während einer Klausur auf unterschiedliche Zoom-Meetings aufzuteilen?

Gegen eine solche Aufteilung, z.B.: A-H = 1. Zoom-Meeting; I-M = 2. Zoom-Meeting; N-Z = 3. Zoom-Meeting, spricht nichts.

Ist es im Rahmen der digitalen Klausuraufsicht möglich, dass Studierende ihre Smartphone-Kamera mit Blick auf Tisch, Bildschirm und ihr Seitenprofil richten?

Nein, das ist nicht erlaubt. Es ist zulässig, sich zu Beginn der Prüfung ein Bild des Sichtbereichs der Studierenden zuschicken zu lassen.

Fragen zur Prüfungsdidaktik

Was muss ich hinsichtlich Barrierefreiheit bei Prüfungsfragen beachten?

Nicht jede Frageform ist für sehbehinderte oder blinde Studierende geeignet. Das betrifft in Moodle insbesondere Zuordnungsfragen mit Drag&Drop (die auch nur auf Laptop-/PC-Bildschirmen und in der Moodle-App einwandfrei funktionieren, nicht auf allen mobilen Geräten) und Zuordnungsfragen mit Dropdown-Fenster. Die Nutzung von Zuordnungsfragen mit Drag&Drop ist für blinde Studierende nicht geeignet. Wählen Sie statt der Zuordnungsfragen mit Dropdown-Fenster lieber Single Choice-Fragen. Denn: Dropdown-Boxen werden von Screenreadern unter Umständen nicht umgesetzt. Zudem gilt, dass für Blinde und Sehbehinderte die Verarbeitung von multimedialen Anwendungen erschwert ist. Hier können präzise Beschriftungen Abhilfe schaffen. Überlegen Sie Alternativen zur Beschriftung von Bildern in Aufgaben.

Wie kann ich mit Multiple Choice kompetenzorientiert prüfen?

Klassischerweise werden mit geschlossenen Fragen, allgemein als „Multiple Choice“ bezeichnet, die ersten zwei Lernzielstufen (hier das Modell von Anderson & Krathwohl) geprüft, d.h. es findet eine Abfrage des Wissens statt. Von Kompetenzorientierung wird ab Stufe 3 (anwenden von Wissen) gesprochen. Sie können insbesondere die Lernzielstufen drei und vier auch mit Multiple Choice-Fragen abprüfen, wenn Sie die Fragen (Items) verändern. Im Portal Lehre Laden haben wir Ihnen einige Beispiele und Tipps zusammengestellt. Die beiden höchsten Lernzielstufen gelten als nicht gut prüfbar mit geschlossenen Fragen, daher sollten hier offene Fragen verwendet werden.

Wie erstelle ich gute Distraktoren für MC-Fragen?

Falsche Antwortoptionen zu finden sind ein wichtiger Bestandteil in der Konstruktion von Multiple Choice-Fragen. Um diese zu finden, lohnt es sich, eine Gegenüberstellung von richtigen und falschen Antworten zu einer Frage aufzustellen, und anhand dieser Tabelle zu entscheiden, welchen Fragetyp Sie verwenden möchten (z.B. „nur eine richtige Antwort“ oder „mehrere richtige Antworten“). Zu weiteren wichtigen Tipps für die Formulierung von Antwortoptionen gehören:

  • Antworten sind inhaltlich homogen, alle Antworten sind kurz und enthalten nur eine Aussage
  • für Distraktoren bestehen klare Gründe
  • Distraktoren sollen gleich lang und differenziert sein wie die richtige Antwort
  • die richtige Antwort muss eindeutig die beste sein
  • Items nicht künstlich schwieriger machen
  • Cues vermeiden (unabsichtliche Lösungshinweise)
  • alle Antworten passen grammatikalisch zum Stamm
  • verbale Assoziationen zwischen Stamm und richtiger Antwort vermeiden
  • Begriffe wie „nie“ oder „immer“ vermeiden

Was muss ich bei einer Multiple Choice-Klausur beachten?

Für die Erstellung von Multiple Choice-Fragen (genutzt als Sammelbegriff für geschlossene Fragen) gelten mehrere Grundregeln:

  • Beschränkung auf wenige Aufgabentypen.
  • Fallbezogene Fragen bevorzugen gegenüber reinen Wissensfragen.
  • Beantwortbarkeit auch ohne Antwortoptionen.
  • Langer Stamm, kurze Antwortoptionen.
  • Fragenfamilien konstruieren.
  • Einfache und klare Formulierungen, nicht künstlich komplizieren und keine Fangfragen.

Zudem gibt es Formulierungshilfen für die Antwortoptionen (richtige Antworten und Distraktoren). Einen Überblick gibt Ihnen der Videomitschnitt des Vortrags zu Antworten auf dieser Seite im Portal Lehre Laden.

Wann eignen sich geschlossene Fragen, wann eignen sich offene Fragen?

Geschlossene Fragen, häufig als „Multiple Choice“ bezeichnet, eignen sich in der Lernzieltaxonomie (hier das Modell von Anderson & Krathwohl) für die Stufen eins bis vier. Welche Taxonomiestufe Sie in Ihrer Prüfung adressieren, hängt von Ihren Lernzielen ab. Anhand beispielhafter Verben (hier eine Übersicht) können Sie Ihre Lernziele einordnen und die Verben für die Formulierung von Prüfungsaufgaben nutzen. Eine pauschale Antwort auf die Frage gibt es nicht, denn es hängt von Ihren Lernzielen ab, und der Aufwand rund um die Prüfung ist ein Faktor. Die Erstellung von MC-Fragen und geeigneten Antwortoptionen ist aufwendig, dafür fällt der Korrekturaufwand gering aus. Offene Fragen sind dagegen in der Bewertung aufwendig(er). Eine Mischung aus beiden Frage-Formen ist auch möglich, insbesondere wenn Sie Basiswissen Ihrer Studierenden abfragen wollen und sich die Antwort dann begründen oder diese reflektieren oder in einen Kontext setzen lassen möchten.