Angeleitetes Selbststudium (Basisszenario online)

Worum geht es hier?

Dieses Szenario ist auch für Lehrende mit wenig (oder ganz ohne) E-Learning-Erfahrung recht einfach umsetzbar. Im Prinzip besteht es darin, dass den Studierenden Aufgaben und Materialien bereitgestellt werden, die hauptsächlich im Selbststudium bearbeitet werden.

Sie können Ihre Studierenden durch Lese- und Schreibaufträge bzw. sonstige Arbeitsaufträge unkompliziert dazu anleiten, sich aktiv mit den Fachinhalten auseinanderzusetzen (veranstaltungsbegleitende Interaktion).

Der Angelpunkt ist ein Moodle-Kurs, der sich leicht anlegen lässt und einfach zu handhaben ist. Hier kann so kommuniziert werden, dass alle Studierenden gleichzeitig auf demselben Stand sind.

Wie funktioniert das genau?

Erster Schritt ist die Einrichtung eines Moodle-Kurses. Wie das geht, erfahren Sie unter Erste Schritte mit Moodle.

Im nächsten Schritt bilden Sie die Struktur Ihrer Veranstaltung in dem Kurs ab, z.B. indem Sie Materialien und Arbeitsaufträge nach Veranstaltungsterminen sortiert ablegen. Hinweise dazu finden sich in unserer Handreichung Wie ist ein Moodlekurs aufgebaut (PDF).

Gibt es in der aktuellen Situation etwas zu beachten?

Moodle wird von den Lehrenden der RUB schon seit Längerem fast flächendeckend genutzt. Selbst wenn die Zugriffszahlen und der Nutzungsumfang weiterhin hoch sind, ist nach jetzigem Stand davon auszugehen, dass das System stabil läuft. Problematisch ist es, wenn viele Lehrende sehr große Dateien in Moodle einstellen. Aus diesem Grund haben die Mitarbeiter*innen von IT.SERVICES die zulässige Dateigröße, die in Moodle pro Datei hochgeladen werden kann, auf 250 MB begrenzt.

Welche praktischen und didaktischen Tipps gibt es für die Umsetzung?

  • Sie erleichtern Ihren Studierenden die Orientierung und das Online-Studium, indem Sie eine klare und übersichtliche Struktur schaffen, z. B. durch eine Strukturierung nach Zeiteinheiten und eine konsistente Darstellung. Zum Beispiel schreiben Sie zu jeder Woche an erster Stelle etwas zu den Zielen und Aufgaben, die zu bewältigen sind.
  • Neben der fachlichen Kommunikation kann es wegen der besonderen Situation sinnvoll sein, auch auf der nicht-fachlichen Ebene mit Studierenden zu kommunizieren, z. B. zu fragen, welche Schwierigkeiten, Probleme und Befürchtungen bestehen, und hierdurch auch den Austausch der Studierenden untereinander zu initiieren.
  • Berücksichtigen Sie den Workload bei der Vergabe von Aufgaben in der asynchronen Lehre! Wenn Sie zu jeder Sitzung Aufgaben an die Studierenden vergeben wollen, sollte das Kriterium für eine erfolgreiche Absolvierung nicht bei 100% liegen. Eine Orientierung für den notwendigen Umfang der Leistung kann sich evtl. aus der üblichen prozentualen Anwesenheitspflicht in Ihren Präsenzveranstaltungen ableiten.
  • Auch Lernmaterialien müssen die Anforderungen an Barrierefreiheit erfüllen. Hilfe findet sich z.B. bei Word unter Datei – Informationen – Dokument prüfen/Barrierefreiheit prüfen. Einen ausführlichen Leitfaden zur Erstellung barrierefreier Dokumente (PDF) bietet die TH Köln, eine Lernplattform zum Thema Barrierefreiheit die Universität Rostock.

Welche Tools empfiehlt das ZfW?

Moodle hat eine Vielzahl von Funktionen, die für eine Lehrveranstaltung genutzt werden können. Grundlegend sind dabei aus unserer Sicht in der aktuellen Situation die folgenden:

  • Datei/Verzeichnis: Hier werden Literatur, Dokumente oder Links zur Verfügung gestellt.
  • Forum: Über ein Forum können Lehrende und Studierende bzw. Studierende untereinander kommunizieren. So können z. B. Fragen gestellt, diskutiert und beantwortet werden. Im Forum können auch Dateien hochgeladen werden.
  • E-Mail: Studierende können über E-Mails kontaktiert werden.
  • Dateiaustausch: Der Dateiaustausch funktioniert wie z. B. der Dropbox-Dienst, d. h. hier können Studierende z. B. Dateien mit Arbeitsergebnissen hochladen. Diese sind dann für alle sichtbar.
  • Aufgabe: Auch über die Funktion „Aufgabe“ können Studierende schriftliche Ausarbeitungen oder auch mündliche Beiträge hochladen. Die Inhalte sind nur für Lehrende sichtbar.
  • Tests: Es lassen sich automatisch auswertbare Tests zur Wissenskontrolle zur Verfügung stellen.

Wer hilft mir bei Fragen?

  • Bei allen Fragen zum Einsatz von Moodle-Funktionen hilft Ihnen der Bereich eLearning im ZfW: rubel@rub.de.
  • Bei technischen Fragen zur Kurseinrichtung und zum Zugang zu Moodle-Kursen helfen die Mitarbeiter*innen von IT.SERVICES: moodle@rub.de.
  • Für den Erfolg dieses Szenarios ist die Qualität der Schreib- und Leseaufträge sowie die Gestaltung von Feedback-Prozessen entscheidend. Hier berät das Team des Schreibzentrums im ZfW: schreibzentrum@rub.de.

Weiterführende Informationen

Gestaltungshinweise

Moodle-Grundlagen

Moodle-Anleitungen

Das eLearning-Team hat auf seinen Seiten einen sehr umfangreichen Pool detaillierter Anleitungen zu Moodle zusammengestellt. Sie finden hier sowohl Anleitungen, die Ihnen bei der Gestaltung Ihrer Lehre helfen sollen, als auch Anleitungen, die Sie als Hilfestellung an Ihre Studierenden ausgeben können:
Anleitungsportal Moodle

Ausgewählte Moodle-Anleitungen

Upload von Dateien und Ordnern (PDF)
Foren einrichten und nutzen (PDF)
Ankündigungen und E-Mails schreiben (PDF)
Aufgabe einrichten (PDF)
Tests erstellen (PDF)

Barrierefreiheit

Hier gelangen Sie zu den weiteren Lehrszenarien.