Praktische Prüfung

Letzte Änderung am 11. September 2020

Die folgenden Vorschläge knüpfen an teils recht stark veränderte Veranstaltungsformate an:

Protokollierung/Versuchsdokumentation von remote/virtuellen Versuchen:
In Remote Labs ist es Studierenden möglich, Experimente „ferngesteuert“ durchzuführen. Entsprechend kann zu solchen Versuchen auch ein Versuchsprotokoll erstellt werden bzw. können die Ergebnisse des Experiments in eine schriftliche Ausarbeitung eingehen. In virtuellen Laboren (z. B. in einer Umgebung wie Labster) werden die Charakteristika und Eigenschaften von Präsenzlaboren vollständig durch computergestützte Simulationen ersetzt. Das bedeutet, dass die realen Abläufe bspw. eines Praktikums auf Basis digitaler Prozessberechnungen generiert und auf dem Monitor des Nutzers bzw. der Nutzerin möglichst wirklichkeitsnah abgebildet werden. (Zu beachten ist, dass die Programmierung eigener virtueller Labore sehr aufwendig ist.) Hier können die klassischen Formate der Leistungsüberprüfung wie Labor- und Versuchsprotokolle gut in einer digitalen Variante eingesetzt werden.

Audio:
Vorträge und Präsentationen können auch als Audiodateien (Podcasts) eingereicht werden . Mit Podcasts kann aber auch kreativer gearbeitet werden, z. B. wenn Interviews, Reportagen, Buchbesprechungen, Filmrezensionen usw. erarbeitet werden. Hier spielt nicht nur die inhaltliche Ausgestaltung sondern auch die technische Komponente eine Rolle bei der Umsetzung (Kurzanleitung).
Bei der Bewertung ist nicht nur das Produkt zu beachten, sondern auch der konzeptionelle Aspekt und die Umsetzung. Hierauf sollte in der Lehre (je nach Fach) eingegangen werden (aus der Praxis: Beispiel 1 und Beispiel 2).

Video:
Von Studierenden produzierte Videos können einen Einblick in deren Lernprozesse geben und beispielsweise darauf abzielen, gelernte Inhalte kurz und prägnant darzustellen. Dazu gibt es verschiedene Formate, wie diese Videos gestaltet sein können, z. B.:

  • Realvideo: Wenn Inhalte lieber „live“ präsentiert werden sollen, eignet sich hierfür das Realvideo (Lehre laden), das auch schon mit einfachen Hilfsmitteln wie dem Smartphone umgesetzt werden kann. Zu beachten ist, dass Licht und Ton stimmen sollten und es möglicherweise einer weiteren Person für die Aufnahme bedarf.
  • Legetechnik: Mit der Legetechnik werden verfügbare Materialien und Visualisierungen in kurzen Filmen dynamisch umgesetzt. Gestalterisch basieren Legetechnik-Filme aus der (Vogel-)Perspektive auf einem weißen oder auch ggf. farbigen Untergrund, auf dem diverse Lege-Elemente aus Papier oder Pappe sowie auch Anschauungsobjekte hinein und hinausgelegt oder geschoben werden. Dabei werden die gelernten Inhalte auf anschauliche Weise vor- „gelegt“. Es ist eine vergleichsweise kreative Art und Weise der Inhaltspräsentation und eignet sich mehr für komprimierte, überblicksartige Inhalte als für sehr komplexe Themenbereiche, in denen auch Detailwissen zählt.
  • Situationsbezogene Simulation: In einer Simulation wird von den Prüfenden eine berufsbezogene Situation vorgegeben, in der Studierende Entscheidungen treffen und diese begründen sollen. Dies kann z. B. in Form von (Online-)Plan- oder Rollenspielen, als simulierte Gesprächs- oder berufliche Problemsituation stattfinden. Der Simulation sollte möglichst eine mündliche oder schriftliche Reflexion folgen. Eine Simulation kann in Einzel- oder Gruppenarbeit erfolgen (bewertet wird jede(r) Studierende für sich). Im Gruppenformat muss der eigenständige Anteil jeder/s Studierenden an der Prüfungsleistung sichtbar werden.