Schriftliche Prüfung (außer Klausur)

Letzte Änderung am 8. Februar 2021

Eine wissenschaftliche Hausarbeit (oder Seminararbeit) ist selbstverständlich auch im Wintersemester 2020/21 eine geeignete Prüfungsform. Allerdings ist zu bedenken, dass Studierende aktuell u. U. nicht an benötigte Literatur und Quellen kommen. Diese Prüfungsformate sind sinnvolle Alternativen:

Semesterbegleitende Aufgaben:
Im laufenden Semester können flexibler als sonst auch geteilte Modulabschlussprüfungen eingesetzt werden; Voraussetzung ist die Zustimmung des Prüfungsausschusses. Eine geteilte Modulabschlussprüfung kann dabei helfen, das Prüfungsgeschehen am Ende des Semesters zu entzerren – insbesondere auch angesichts der verschobenen Klausuren aus dem vorigen Semester. Ein mögliches Szenario ist, dass semesterbegleitend kleinere Aufgaben in Form von Arbeitsblättern oder Lese- und Schreibaufträgen ausgegeben und überprüft werden, die in der Summe (oder z. B. in Kombination mit einer deutlich reduzierten mündlichen Prüfung) die Modulnote ergeben. Wenn Sie mit vielen Schreibaufträgen arbeiten, ist es sinnvoll, nur eine Auswahl der Texte in die Benotung einzubeziehen. Moodle bietet mit der Erstellung von Tests und Übungen sowie dem Upload von Dateien vielfältige Tools für semesterbegleitende Aufgaben.

Portfolio:
Eine Möglichkeit des semesterbegleitenden Prüfens ist das Portfolio, das sich besonders als Prüfungsform eignet, wenn Sie in der Online-Lehre mit verschiedenen Einzelaufgaben, z. B. in Form von Lese- und Schreibaufträgen, arbeiten. Für ein Portfolio wählen Studierende nach bestimmten Vorgaben Produkte aus, die im Rahmen einer Lehrveranstaltung entstanden sind, begründen die Auswahl und legen sie zur Bewertung vor. Dabei kann es sich je nach Fach und Veranstaltungsschwerpunkt um Texte, Grafiken, Berechnungen, Proben, Programme, Mindmaps, Karten, Zeichnungen, Videos, Podcasts, Screenshots, Fotos o. ä. handeln. Es gibt viele Varianten des Portfolios; generell wird zwischen einem Prozess- und einem Produktportfolio unterschieden. Ziel eines Prozessportfolios ist es, den individuellen Lernprozess in einer Veranstaltung oder den Arbeitsprozess z. B. an einer Hausarbeit sichtbar zu machen. In diesem Fall sind in der Regel auch Zwischenprodukte und Reflexionen zum Lern- und Arbeitsprozess Teil des Portfolios; die Reflexion des Arbeitsprozesses sollte in der Veranstaltung kontinuierlich thematisiert und angeleitet werden. Für ein Produktportfolio wird meist verlangt, eine bestimmte Anzahl von Arbeitsprodukten auszuwählen, die die Semesterleistung repräsentieren sollen. Allein durch die Auswahl findet auch hier eine gewisse Reflexion statt. Je höher der Anteil der Reflexion in einem Portfolio ist, desto problematischer ist eine Benotung, da eine Reflexion didaktisch betrachtet keinen Sinn mehr hat, wenn Studierende – verständlicherweise – etwas schreiben, von dem sie denken, dass es ihnen eine gute Note einbringt. Es ist deshalb besser, den Inhalt reflexiver Texte explizit von der Bewertung auszuschließen. Moodle bietet mit Mahara ein spezielles Programm für ein ePortfolio an, in dem Studierende Inhalte erstellen und aus ihnen später ein Portfolio erstellen können, dass sie mit den Lehrenden, der Seminargruppe oder auch der Öffentlichkeit teilen können. Ein Portfolio kann aber auch aus einer Text- oder pdf-Datei bestehen, in der alle Texte, Abbildungen etc. zusammengestellt werden. Weiter Infomationen zum Thema Portfolio finden Sie hier (PDF).

Weitere Textformen:
Darüber hinaus können viele unterschiedliche Textformen oder -sorten Prüfungsgrundlage sein: Von Wikis über Blogeinträge bis zu realen oder simulierten Business-Plänen ist gerade auch in der präsenzfreien Lehre viel möglich. Wichtig ist, dass über die Fachinhalte hinaus auch die jeweilige Textsorte und das -medium mit den Studierenden reflektiert werden. Hier finden Sie einige Beispiele für solche Textformen (PDF).