Alternativen zur Präsenzklausur

Wichtig für die Prüfungsphase im SoSe 2021: Wenn Sie planen, eine Klausur mit 100 oder mehr Studierenden über Moodle anzubieten, teilen Sie bitte Datum, Uhrzeit, Studierendenanzahl und Art der Klausur an IT.SERVICES mit (e-assessment@rub.de).

Fernüberwachte Klausuren / digitale Klausuraufsicht:
Eine Fernüberwachung im Sinne eines „Proctorings“ ist an der RUB nicht erlaubt. Empfohlen wird eine digitale Klausuraufsicht, die den Bedingungen bei einer Präsenzklausur gleicht. Dabei werden die Studierenden verpflichtet, während der Bearbeitung der Klausur Kamera und Mikrofon über Zoom eingeschaltet zu lassen. Studierende müssen sicherstellen, dass sie sich alleine in einem Raum befinden und dies ggf. mit der Kamera beweisen. Zur Identitätskontrolle erfolgt vorab ein Abgleich mit dem Studierendenausweis mit Lichtbild (ggf. Stichpunktkontrolle). Weitere Details finden Sie in der Amtlichen Bekanntmachung 1401 vom 3. Februar 2021, die auf den Seiten der Universitätsverwaltung abrufbar ist.

„Open book“-Klausuren:
Klausuren können unbeaufsichtigt am heimischen Rechner bearbeitet werden. Es handelt sich um eine „Open book“-Klausur, d. h. den Studierenden wird der Zugriff auf ihr Lernmaterial und andere Quellen gestattet. Prüfungsfragen zum Wissensstand sollten deshalb durch aufwendiger zu bearbeitende Aufgaben ersetzt werden. Daher bedarf es meist einer grundsätzlichen Neukonzeption von Klausuren.

Lehrende geben ihren Studierenden hierfür Aufgaben, die diese unmittelbar nach der Ausgabe innerhalb eines definierten Zeitraums (z. B. innerhalb mehrerer Stunden) bearbeiten müssen, z.B. über Moodle. Größere eingescannte Dateien (wenn die Studierenden z.B. auf Papier Berechnungen durchführen, Skizzen anfertigen, etc.) können ggf. über die Campuscloud Sciebo eingereicht werden.
Single- oder Multiple-Choice-Fragen sind grundsätzlich möglich, doch bei Open book-Klausuren sollten möglichst anspruchsvolle Leistungen gefordert werden (z. B. komplexe Zusammenhänge aufzeigen, einen Sachverhalt beurteilen oder eine neue Lösung entwickeln). Dafür eignen sich offene Fragen, insbesondere wenn diese an spezifische Kursinhalte anknüpfen. Faktenwissen kann indirekt über Anwendungs- und Transferaufgaben abgefragt werden. Eine solche Umstellung der Aufgaben muss im Sinne des Constructive Alignments zu den Anforderungen in den Lernzielen passen und in der Lehre geübt werden. Das bedeutet: Wenn Sie in Ihren Lernzielen z.B. die Taxonomiestufe 4 (Analysieren) adressieren, sollten Sie mit Ihren Prüfungsfragen von den Studierenden eine Analyse eines Sachverhalts, Gegenstands, Problems, etc. fordern, und dies in der Lehre beispielhaft üben. Hilfreiche Verben zur Kennzeichnung des Anspruchsniveaus finden Sie hier.

Geeignet für offene Fragen sind z.B. Aufgaben, bei denen die Studierenden bekannte Theorien auf neue Situationen übertragen sollen und bspw. Analogien bilden oder weiterentwickeln; Aufgaben, bei denen Studierende Pro & Contra kontroverser Fragen diskutieren oder auch Aufgaben, in denen die Studierenden Sachverhalte oder exemplarische, praxisnahe Fallbeispiele anhand komplexer, auch selbst zu erarbeitender Kriterien, analysieren oder bewerten.

Technisch können Open book-Klausuren mit dem Plugin „Aufgabe“ oder mit der Testfunktion in Moodle umgesetzt werden. Mit der Aufgabe können die Studierenden Dateien in unterschiedlichen Formaten hochladen und ein Zeitlimit ist einstellbar. Mit der Testfunktion können sowohl geschlossene Fragetypen als auch offene Fragen verwendet werden. In der Testfunktion stehen Möglichkeiten der Randomisierung (Fragen mischen, Antworten innerhalb der Fragen mischen, individuelle Tests durch Nutzung eines großen Fragepools) zur Verfügung. Zudem können ein Zeitlimit und die automatische Abgabe bei Erreichen des Zeitlimits eingestellt werden, und eine Klausur kann entweder auf einer oder auf mehreren Seiten dargestellt werden. Die Zeitlimits können sowohl bei der Aufgabe als auch beim Test für die Gewährung eines Nachteilsausgleiches individuell verändert werden.

Anleitungen zu Tests und Aufgaben in Moodle:
Tests erstellen (PDF)
Fragetypen in Moodle (PDF)
Tests und Fragetypen (Video)
Tests als Prüfung (PDF)
Aufgabe einrichten und bewerten (PDF)
Aufgaben in Moodle durchführen (Video)

Wie bei einer Haus- oder Abschlussarbeit sollten alle Studierenden eine Eigenständigkeitserklärung (PDF) einreichen. Täuschungsversuche können zudem minimiert werden durch den Einsatz der Software Plagscan. Teilen Sie Ihren Studierenden vorab mit, dass Sie die Antworten auf Freitextaufgaben dort auf Plagiate scannen lassen. Ein Tipp der Kolleg*innen der Uni Leipzig (PDF): Sie können Ihre Fragen selbst in einer Suchmaschine im Internet eingeben, um zu überprüfen, ob sich so unmittelbar die richtigen Lösungen finden lassen.

Wenn Sie eine Klausur in Moodle erstellt haben, können Sie die Einstellungen dieser vom eLearning-Team (rubel@rub.de) der RUB prüfen lassen.