Inhaltsvermittlung (asynchron via Aufzeichnung)

Worum geht es hier?

In diesem Szenario geht es darum, dass Sie Studierenden eigene oder fremde Video- oder Audiodateien zur Verfügung stellen – beispielsweise eine Aufzeichnung der Lerninhalte, die Sie vermitteln möchten. Die Studierenden schauen bzw. hören sich die Aufzeichnungen zu Hause an, können dazu begleitend Aufgaben bearbeiten oder ohne solche Aufgaben ausschließlich auf eine Prüfung am Semesterende hinlernen. Auch die Kombination mit interaktiven Elementen ist möglich.

Wie funktioniert das genau?

Für aufgezeichnete Inhalte möchten wir drei Möglichkeiten unterscheiden:

  1. Bild-Aufzeichnung (Video): Mit der eigenen Bildschirm-Kamera oder mit anderem Equipment wird ein Vorlesungsvortrag aufgenommen. Dabei können auch Folien eingeblendet werden.
  2. Aufzeichnung des Bildschirms: Es wird abgefilmt, was am eigenen Bildschirm passiert (sog. Screencast) – z. B. die händische Entwicklung einer Berechnung.
  3. Reine Audio-Aufzeichnung: Möglich ist auch die Aufnahme einer Tonspur (also z.B. eine gesprochene Vorlesung), die dann als Audiodatei von den Studierenden gehört werden kann. Ausführliche Informationen zur Erstellung und zum Einsatz von Podcasts finden Sie auf der Seite „Podcasts/Audiobeiträge im Lehreinsatz“.

Weitere Varianten von Lehr- und Erklärvideos finden Sie auf unseren Seiten.

Nicht immer ist es notwendig, Video- und Audioaufzeichnungen für das eigene Thema selbst zu erstellen. Zu vielen Themen gibt es bereits gutes Material im Internet – oft sogar mit einer freien Lizenz versehen, sodass das Material verwendet und sogar bearbeitet werden darf (sog. Open Educational Resources = OER).

Video- und Audiomaterial muss selbstverständlich nicht immer die ganze Veranstaltung füllen bzw. muss nicht das einzige sein, woraus eine Veranstaltung besteht. So ist es aus didaktischer Perspektive wünschenswert, wenn nach dem Durcharbeiten von Video- und Audiomaterial im Selbststudium eine Möglichkeit gegeben wird, sich (gemeinsam oder alleine) mit diesem Material auseinanderzusetzen.

Dies kann man sich vorstellen wie die Kombination aus Vorlesung und Übung: Erst erfolgt die passive Rezeption, danach gibt es womöglich ein Aufgabenblatt und zum Abschluss eine gemeinsame Diskussion – sei es über ein Forum oder über eine Videokonferenz. Anders gesagt: Dieses Lernszenario lässt sich auch mit allen anderen drei auf diesen Seiten vorgestellten Szenarien kombinieren.

Gibt es in der aktuellen Situation etwas zu beachten?

Für Video- und Audioaufzeichnungen bietet die RUB professionelle Unterstützung und Beratung über das RUBcast-Team von IT.SERVICES an. Es ist im Wintersemester 2020/21 wieder möglich, sich in einigen Lehrräumen der RUB automatisiert aufzeichnen zu lassen. Die dort installierte Technik kann im SelfService (begegnungsfrei) genutzt werden. Eine Reservierung ist über die Adresse rubcast@rub.de möglich. Bitte beachten Sie die weitergehenden Hinweise auf der RUBcast-Homepage.

Hier finden Sie zudem eine kurze Video-Anleitung von IT.SERVICES zur Selbstaufzeichnung im Hörsaal (Sciebo).

Aufgezeichnete Inhalte können grundsätzlich in einen Moodle-Kurs eingebunden werden. Da aktuell aber sehr großes Interesse an der Einbindung solchen Materials besteht, belasten insbesondere sehr große Video-Dateien die Leistungsfähigkeit von Moodle. IT.SERVICES hat deswegen die Größe von Dateien, die in Moodle hochgeladen werden können, auf 250 MB pro Datei beschränkt.

Bei der Aufzeichnung von Lerninhalten empfiehlt es sich, von Anfang an Aspekte der Barrierefreiheit mitzudenken. Hinweise zum Thema barrierefreie Videos Sie auf dieser Internetseite. Für gehörlose und schwerhörige Studierende ist die Einbindung von Untertiteln hilfreich, die z.B. in PowerPoint unkompliziert erstellt werden können.

Welche praktischen Tipps gibt es für die Durchführung?

  • Während eine Vorlesung durch Fragen aus dem Plenum oft automatisch aufgelockert wird, fehlen solche Momente bei einer Aufzeichnung. Aber auch in Aufzeichnungen könnten interaktive Elemente eingebaut werden. So erlaubt beispielsweise das Moodle-Plugin H5P, dass in eine Aufzeichnung Fragen eingebaut werden, die vor dem weiteren Anschauen bearbeitet werden müssen. Wie das funktioniert, erfahren Sie in unserer Kurzeinführung zu H5P, die wir derzeit online anbieten.
  • Ein weiteres Szenario könnte sein, die Studierenden mit in die Erstellung interaktiver Lerninhalte einzubinden. Mit den von uns vorgestellten Tools können auch Studierende einfach ihre Präsentationen vertonen und später beispielsweise mit H5P durch Fragen interaktiv gestalten. Auch kurze Videosequenzen, gefilmt mit dem Smartphone, können eine Variante sein, Studierende aktiv einzubeziehen und die zu erledigenden Aufgaben attraktiver zu gestalten.

Welche Tools empfiehlt das ZfW?

1. Bild-/Bildschirm-Aufzeichnung (Video)

OBS Studio: Am einfachsten lässt sich der eigene Computerbildschirm mit dem kostenlosen Programm „OBS Studio“ aufzeichnen. (Anleitung: OBS Studio)

PowerPoint-Präsentation mit Audio (Windows): Wenn Sie Ihre bereits vorhandenen Präsentationen schnell und einfach mit Audiokommentaren oder handschriftlichen Anmerkungen versehen möchten, bietet es sich an, die in PowerPoint integrierten Funktionen zu nutzen. Direkt in PowerPoint haben Sie die Möglichkeit, Ihre Folien zu „besprechen“.

Keynote-Präsentation mit Audio (Mac): Sollten Sie mit einem Mac und Keynote arbeiten, können Sie Ihre Präsentationen einfach „auf Knopfdruck“ direkt in Keynote mit einer Tonspur versehen und die Präsentation danach als Video abspeichern und zur Verfügung stellen.
Auf den Seiten von studygood finden Sie Infos und ein Videotutorial.

2. Audioaufzeichnung

Audacity: Die sicherlich schnellste Möglichkeit, eine Vorlesung zu vertonen, ist die Aufzeichnung einer Audiospur mit dem Programm Audacity. Diese Audiodatei können Sie dann über Moodle zusätzlich zu einer PDF Ihrer Vorlesungsfolien bereitstellen. Das ist zwar nicht ganz so komfortabel für Ihre Studierenden wie ein Screencast oder eine vertonte PowerPoint als Video, hat aber den großen Vorteil, dass der technische Aufwand minimal ist und die Audiodatei eine sehr geringe Größe hat. So haben Ihre Studierenden beim Abspielen keine Probleme mit der Internetverbindung und können diese Dateien auch problemlos auf dem Smartphone hören.

Ausführliche Informationen zur Erstellung und zum Einsatz von Podcasts finden Sie auf der Seite „Podcasts/Audiobeiträge im Lehreinsatz“.

3. Suche nach externem Material

Audio- und Videomaterial gibt es im Internet zu den unterschiedlichen Themen und auf vielen unterschiedlichen Plattformen – am bekanntesten ist sicherlich YouTube. Eine Auswahl von Seiten, auf denen sich ebenfalls eine Suche lohnt, haben wir in einer Datenbank zum Thema für Sie zusammengestellt.

Wer hilft mir bei Fragen?

Bei allen Fragen zum Einsatz der oben genannten Werkzeuge hilft Ihnen der Bereich eLearning im ZfW: rubel@rub.de.

Zu den oben vorgestellten Tools finden Sie weitere Infos, Tutorials und Links zum Download auf unserer Übersichtsseite zu Aufzeichnungen.